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Vorwort SICONA-WESTEN

Roby Biwer

Das Naturschutzsyndikat SICONA-Westen – ein Instrument fÜr den kommunalen Naturschutz

Im Jahr 1989 haben sich 10 Gemeinden zum SICONA-Westen zusammengeschlossen, um gemeinsam Naturschutz zu betreiben. Die Grundidee des Syndikates war, mit Hilfe eines spezialisierten Pflegetrupps und eines gemeinsamen Fuhrparks den kommunalen Naturschutz effizienter und preiswerter zu gestalten.

Das inzwischen auf 21 Gemeinden angewachsene Syndikat hat sich zum Ziel gesetzt, die einheimische Pflanzen- und Tierwelt mit ihren Lebensräumen zu erhalten und zu schützen. Durch Pflege, Verbesserung und Neuschaffung von Lebensräumen, sowie spezielle Artenschutzmassnahmen wollen die Gemeinden ihren lokalen Beitrag zum Erhalt der weltweit gefährdeten Biodiversität leisten.

Naturschutz mit der Landwirtschaft

Unsere Kulturlandschaft wurde durch die Landwirtschaft geprägt. Die gute Zusammenarbeit zwischen dem SICONA-Westen und den Landwirten ist daher essentiell. In fast allen Mitgliedsgemeinden wird z.B. vom Syndikat eine Gratispflege der Hecken in der freien Landschaft sichergestellt. Umgekehrt stellen zahlreiche Landwirte Gelände für die Anpflanzung von Bäumen oder Hecken oder die Anlage von Tümpeln zur Verfügung. Regelmäßig arbeiten Landwirte im Pflegetrupp des SICONA-Westen mit. Auch viele kleinere Projekte werden mit Landwirten zusammen durchgeführt, z.B. die Mahd oder die extensive Beweidung von Pflegeflächen. Daneben werden über 1000 ha von Landwirten im Rahmen der nationalen Biodiversitätsprogramme in unserer Region bewirtschaftet.

Mehr Lebensqualität für die Menschen

Die biologische Vielfalt ist ein Stück Lebensqualität für die Menschen der Region. Schwindet die Biodiversität, z.B. durch intensive Landnutzung, dann ist auch der Erholungswert einer Landschaft für den Menschen fast null. Wird jedoch eine reich strukturierte Landschaft durch den SICONA-Westen gepflegt und geschützt, dann stellt das auch einen Gewinn für die Bürger der Region dar.

Neben raumplanerischen Maßnahmen von Staat und Gemeinden, sind auch direkte Optimierungsmaßnahmen in der Landschaft notwendig. Die Erhaltung oder Wiederherstellung einer vielfältigen Landschaft dient den Menschen und der Ökologie gleichermaßen und der SICONA-Westen kann hier mit seinen Erfahrungen aus mehr als 10 Jahren einen positiven Beitrag leisten. Um die Menschen stärker als bisher einzubeziehen, hat der SICONA-Westen 2003 das Projekt „Nature for People – People for Nature“ gestartet. Im Rahmen dieser Kampagne soll der Dialog mit den unterschiedlichen Nutzern aufgenommen und anschließend Schritte für gemeinsame Aktionen im Sinne der Umweltkonferenz von Rio entwickelt werden.

Nachhaltige Entwicklung - konkret

Auch der Begriff "nachhaltige Entwicklung" ist für den SICONA-Westen kein Fremdwort. Im Rahmen der Renovierung der ehemaligen Schule in Olm, die heute als Verwaltungsgebäude des Syndikates dient, stand eine umweltschonende Renovierung im Vordergrund: Reduzierung des Bauschutts, kein PVC, umweltfreundliche Farben und Tapeten, Kondensationsgasheizung, Regenwassernutzung, Photovoltaikanlage, Massivholzmöbel.

Trotz der vielen Erfolge bei zahlreichen SICONA-Projekten geht der Schwund an Biodiversität bisher weiter. Dieser Herausforderung muss sich der SICONA-Westen mit seinen Mitgliedsgemeinden in Zusammenarbeit mit den staatlichen Akteuren stellen.

Roby Biwer
Präsident