Unsere wertvollen Bäume

Obst- und Solitärbäume sind wichtige Strukturelemente in unserer Kulturlandschaft. In den letzten Jahrzehnten sind sie aufgrund des Strukturwandels in der Landnutzung und zunehmender Urbanisierung stark zurückgegangen. Deshalb engagiert sich das Naturschutzsyndikat in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgemeinden und der Unterstützung des Umweltministeriums Obst- und Solitärbäume zu erhalten, zu pflanzen und artgerecht zu pflegen.

 

Obst- & Solitärbäume

Einzelne Landschaftsbäume wie etwa Eichen und Buchen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Solche imposanten Bäume können weithin sichtbar das Bild der Flur prägen. Streuobstwiesen sind ein wertvoller Lebensraum für eine Vielzahl an Tierarten: Viele Insekten und Vögel wie der Steinkauz sind von ihrer Existenz abhängig. Im Frühjahr bieten die blühenden Bäume eine überreiche Nahrungsquelle für Hummeln und Wildbienen. Auf den Blättern der Obstbäume sammeln Meisen oder Dorngrasmücken gerne Blattläuse und andere Insekten. Später im Jahr wird das Fallobst gerne von weiteren Vögeln, Mäusen und darüber hinaus von Schmetterlingen genutzt. Steinkauz, Gartenrotschwanz, Garten- und Siebenschläfer und auch Fledermäuse nutzen die Höhlen alter Hochstammbäume zur Brut. Typische Obstwiesenbewohner sind auch Grünspecht und Wendehals. Sie benötigen neben Baumhöhlen, eine extensive Grünlandunternutzung als Nahrung.

Tote alte Bäume sollten außerdem, wenn möglich, nicht entfernt werden, da sie einen wertvollen Rückzugsort bieten. Zudem nutzen Weidetiere die Bäume gerne, um sich vor Sonne und Regen zu schützen.

Bis die Bäume jedoch die Größe erreichen, um all diese Funktionen zu erfüllen braucht es viele Jahre – daher gilt es lieber früher als später neue zu pflanzen! Die gezielte Förderung der Obst- und Solitärbäumen und deren vielfältigen Funktionen ist eine wichtige Aufgabe des Naturschutzes.

Pflanzung & Pflege

SICONA pflanzt und pflegt auf öffentlichen Flächen und Privatgrundstücken in allen Mitgliedsgemeinden neue Bäume. Es werden verstärkt alte und regionale Sorten je nach Klimaanpassungsfähigkeit und Standort ausgewählt. Zahlreiche neue Hochstammobstbäume und Solitärbäume können wieder unsere Landschaft prägen. Durch das Nach- und Anpflanzen in Streuobstwiesen werden Lücken geschlossen.

Bei der Pflanzung von Obstbäumen ist zunächst ein Pflanzschnitt notwendig. In den darauffolgenden Jahren muss ein regelmäßiger Erziehungsschnitt durchgeführt werden, bis der Baum eine stabile Krone aufgebaut hat, welche der Fruchtlast standhält. Bei Laubbäumen wie Eichen soll durch den Schnitt vor allem das Wachstum nach oben gefördert werden. Danach erfolgen Unterhaltsschnitte in längeren Abständen.

Der Erhalt der heimischen Baumarten trägt zur Wahrung des Kulturerbes bei. Die heimischen, historischen Obstbaum-Sorten sind oft robuster gegenüber Krankheiten und beständiger gegenüber Witterung und Bodenveränderungen.

Sie besitzen ein Grundstück in einer SICONA-Mitgliedsgemeinde und möchten Solitär- oder Obstbäume pflanzen? Dann kontaktieren sie uns gerne!
– 26 30 36 25

Last update 02.11.2026

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