Tagungen
Workshop-Reihe zu naturschutzrelevanten Themen 2020
LIFE-Tagung „Wiederherstellung artenreicher Graslandgemeinschaften“ am 11. und 12. Mai 2020 in Mersch
Das Programm und das Anmeldeformular finden Sie auf: https://sicona.lu/tagungen.
Workshop-Reihe zu naturschutzrelevanten Themen 2019
KOMPENSATION VON EINGRIFFEN IN NATUR UND LANDSCHAFT – EIN NEUES INSTRUMENT IN DER PLANUNG DER GEMEINDEN
10. Oktober 2019
Im neuen Naturschutzgesetz ist der Rahmen für die Kompensationsregelung festgesetzt. Demnach ist ein Eingriff in geschützte Biotope oder Lebensräume geschützter Arten zu kompensieren. Eine der wesentlichsten Neuerungen des Gesetzes ist auch die Möglichkeit vorgezogener Kompensationsmaßnahmen in sogenannten Kompensationspools.
Neben den rechtlichen und fachlichen Anforderungen und Vorgehensweisen der Kompensation wurden praktische Beispiele von Maßnahmen vorgestellt. Auf das Kompensationsflächenmanagement, das Ökopunktesystem sowie die Funktionsweise eines Flächenpools wurde ebenfalls eingegangen.
Hier können Sie sich die Vorträge des Workshops ansehen:
- Yves Schaack, SICONA – Kompensation auf regionaler Ebene: Möglichkeiten der Gemeinden am Beispiel des Rotmilans
- Frank Wolff & Marc Schmit, ANF – Ökologischer Ausgleich: Die Wiederaufwertung der Natur angesichts der demographischen und wirtschaftlichen Entwicklung – Rahmenbedingungen und Vorgehensweise
Jahrestagung FlorSoz 2019
Workshop-Reihe zu naturschutzrelevanten Themen 2014-2018
ERHALT DES ARTENREICHEN GRÜNLANDES – MÖGLICHKEITEN & PERSPEKTIVEN
12. Juli 2018
Extensiv genutzte Grünlandflächen gehören zu den wertvollsten Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Artenreiches Grünland trägt eine hohe Bedeutung für die Biodiversität, den Klimaschutz und als Produktionsgrundlage. Daher ist der Erhalt von artenreichem Grünland von besonderem Interesse für Mensch, Natur und Umwelt. Seit Jahrzehnten geht der Bestand an blütenreichen Wiesen und Weiden in Luxemburg jedoch zurück. Dieser Rückgang zeigt den dringenden Handlungsbedarf, langfristige Lösungen zum Schutz des Extensivgrünlandes zu finden. Der Workshop soll dazu beitragen, Möglichkeiten und Strategien aufzuzeigen.
Hier können Sie sich die Vorträge des Workshops ansehen:
- PD Dr. Tobias W. Donath, Artenreiches Grünland: ökologischer und landwirtschaftlicher Wert – Futteranalysen luxemburgischer Extensivwiesen
- Dr. Simone Schneider, Entwicklung von Extensivwiesen unter Vertragsnaturschutz
- Landwirte berichten über ihre Erfahrung mit der Bewirtschaftung von artenreichem Grünland
- Prof. Dr. Michael Wachendorf, Stofflich-energetische Verwertung des Aufwuchses von artenreichen Wiesen
- PD Dr. Constanze Buhk, Traditionelle Wiesenbewässerung – eine alte Technik neu entdeckt –
UMGANG MIT JAKOBS-KREUZKRAUT
22. Februar 2018
In den letzten Jahren hört man immer häufiger vom Jakobs-Kreuzkraut. Diese Pflanze stellt vor allem auf den Grünlandflächen eine potenzielle Gefahr für Nutztiere dar, da sie giftige Pyrrolizidin-Alkaloide enthält. Neben den ökologischen Eigenschaften der Art und der Bedeutung für die Biodiversität, werden insbesondere Möglichkeiten zum Management behandelt. Der Workshop legt die Grundlagen zu einem verantwortungsvollen und angemessenen Umgang mit Jakobs-Kreuzkraut als Basis für ein landesweites Handlungskonzept. Dabei werden auf wissenschaftlicher Basis sowohl die Aspekte des Naturschutzes als auch die Interessen der Landwirtschaft beleuchtet.
Hier können Sie sich die Vorträge des Workshops ansehen:
- Dr. Matthias Suter, Agroscope – Habitatpräferenzen von Jakobs-Kreuzkraut und Risikofaktoren für dessen Auftreten
- Dr. Simone Schneider, SICONA – Zur Ökologie, zum Beitrag zur Biodiversität und Vorkommen des Jakobskreuzkrautes in Luxemburg
- Ben Geib, LWK – Fragen der Landwirtschaft zum Umgang mit Jakobs-Kreuzkraut
- Dr. Andreas Zehm, Bayerisches Landesamt für Umwelt; vertreten durch Fernand Klopp, SICONA – Kreuzkräuter im Fokus von Landwirtschaft und Naturschutz – Impulse zum Umgang und Management von (Jakobs-)Kreuzkraut
- Dr. Tobias W. Donath, Universität Kiel – Regulierung von Jakobs-Kreuzkraut: Einblick in neue Forschungsergebnisse
- Dr. Jan Herr, ANF – Diskussion über Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Kreuzkräutern in Luxemburg
SCHUTZ DES ROTMILANS
28. September 2017
Der Rotmilan gehört durch seinen auf Mitteleuropa begrenzten Verbreitungsschwerpunkt zu den Arten, für die Luxemburg eine besondere Verantwortung hat. Aufgrund des europaweiten Bestandsrückganges des Rotmilans sind Schutzmaßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung des Brutbestandes dieser Art erforderlich. Der Workshop soll dazu beitragen, praktische Maßnahmen zum Schutz auszuarbeiten und einen praktikablen Kompensationsansatz abzuleiten. Dazu werden Lebensraumansprüche, Nahrungsspektrum, bestandsbeeinflussende Faktoren und Verbreitung des Rotmilans vorgestellt.
Hier können Sie sich die Vorträge des Workshops ansehen:
- Mikis Bastian Bestand und Verbreitung des Rotmilans in Luxembourg [4.79 MB]
- Uwe Lerch Bundesweites DVL-Rotmilanprojekt “Rotmilan – Land zum Leben” [9.40MB]
- Uwe Lerch Praktische Erfahrungen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen am Beispiel des Rotmilans [17.6MB]
SCHUTZ DER GEFÄHRDETEN ACKERFLORA UND -FAUNA
Eine realisierbare Herausforderung?
14. Juli 2017
Unsere Feldflora und -fauna hat in den letzten Jahr¬zehnten einen dramatischen Verlust zu verzeichnen. Besteht hier doch dringender Handlungsbedarf, weshalb im Workshop konkrete Artenschutzmaßnahmen vorgestellt werden.
Kernthemen, die behandelt werden: Wie ist die Situation des Lebensraumes Feldflur und was sind die Gründe für den Rückgang der Arten? Welche Möglichkeiten zur Erhaltung artenreicher Ackerlebensgemeinschaften gibt es? Wie gelingt uns die Umsetzung der Maßnahmen in der Praxis in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft?
Hier können Sie sich die Vorträge des Workshops ansehen:
- Dr. Thomas van Elsen Die Vielfalt der Ackerwildkraut-Vegetation und Perspektiven ihrer Entwicklung
- Dr. Simone Schneider Maßnahmen zum Erhalt der Ackerflora in Luxemburg
- Dr. Ralf Joest Feldvögel ‐ Feldvögel – aktueller Stand, Gefährdung & Beispiele für Schutzmaßnahmen
- Liza Glesener Avifaunistisches Monitoring von Buntbrachen und Kartierung der Feldlerche als Grundlage für die Umsetzung von Schutzprojekten
- Werner Beeke Rebhuhnschutzprojekt Göttingen – ein erfolgreiches Projekt
- Pascal Pelt Möglichkeiten der Finanzierung für Artenschutzprogramme im Acker seitens der Landwirtschaft
- Claude Felten Schutz der Ackerbiozönosen – Möglichkeiten und Grenzen aus der Sicht der konventionellen und biologischen Landwirtschaft
- Dr. Patrick Lind Erfolgreiche Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen im Acker
- Gilles Biver Maßnahmen zur Förderung der Feldfauna im Rahmen des Nationalen Naturschutzplanes und weiteren Instrumenten
- Verabschiedung der „Bartringer Erklärung zum Schutz der Ackerbiozönosen“
SCHUTZ-STRATEGIEN FÜR SCHMETTERLINGE – Gefährdung, Arten- und Biotopschutz, Sensibilisierung
25. April 2017
Der dramatische Artenschwund lässt sich gerade bei den Schmetterlingen seit Längerem feststellen. Anlass genug, sich nach effektiven Erhaltungsmaßnahmen und langfristigen Schutzstrategien umzuschauen. Der Workshop gibt einen Einblick in die aktuelle Bestandssituation der Schmetterlinge und deren Erfassungsmethoden. Es werden Maßnahmen und Projekte, die Lebensräume für Schmetterlinge fördern und bewahren, sowie Konzepte zur Sensibilisierung vorgestellt.
MANAGEMENT UND RENATURIERUNG VON HEIDEN IN ZEITEN GLOBALEN WANDELS
20. September 2016
Heiden zählen zu den ältesten Kulturlandschaften Europas. Sie sind EU-weit besonders geschützte Lebensräume und beherbergen eine große Vielfalt an Arten, welche für bodensaure Standorte charakteristisch sind. Alle Länder der EU haben sich – gemäß FFH-Richtlinie – zum Schutz und zur Pflege der heute noch erhaltenen Heidegebiete verpflichtet. Gleichwohl ist es oftmals schwierig, Heiden unter sich ändernden Klimabedingungen und unter hohen Einträgen an Stickstoff langfristig zu erhalten.
Kernthema ist, welche Möglichkeiten und Grenzen der Pflege und Renaturierung von Heiden unter sich heute rasch ändernden Umweltbedingungen bestehen.
Referenten:
Prof. Dr. Werner Härdtle (Institut für Ökologie an der Leuphana Universität Lüneburg)
Dr. Simone Schneider (SICONA)
Claire Wolff (SICONA)
LANDSCHAFTS- UND BIOTOPPFLEGE DURCH SCHAFBEWEIDUNG
28. Juni 2016
Extensive Beweidung mit Huftieren ist ein vielseitiges Instrument im Naturschutz. Insbesondere Schafe haben ein hohes Potenzial für die Landschafts- und Biotoppflege.
Referenten:
Dr. Carsten Eichberg (Geobotanik, Universität Trier)
Günther Czerkus (Bundesverband der Berufsschäfer Deutschland)
Dr. Dieter Steinwarz (Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis)
QUELLBIOTOPE VERBESSERN
04. Mai 2016
Quellen sind einzigartig, reich an spezialisierten Pflanzen- und Tierarten sowie durch konstante Umweltbedingungen geprägt. Dies macht sie zu einem besonderen Lebensraum, der allerdings stark gefährdet ist. Viele Quellen sind in einem schlechten ökologischen Zustand. Am Vormittag wird in zwei Vorträgen auf die ökologischen Grundlagen und insbesondere auf den Quellenschutz eingegangen, mit konkreten Empfehlungen zur Verbesserung und Renaturierung. Nachmittags werden einige Quelltypen im Gelände vorgestellt und anhand ausgewählter Beispiele naturnaher und naturferner Quellen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Erhaltungszustandes diskutiert.
Referent:
Dr. Holger Schindler (ProLimno, Experte für Gewässerforschung, Süßwasserökologie, Gewässerpflege- und Entwicklungskonzepte)
RENATURIERUNG VON GRASLANDHABITATEN
LIFE+-Workshop mit Exkursion
2. – 3. Juni 2014
Hier können Sie sich die Vorträge des Workshops ansehen:
- Gilles Biver (MDDI, L): Umsetzung der FFH-Richtlinie in Bezug auf den Grünlandschutz in Luxemburg
- D Dr. Tobias W. Donath (Universität Gießen, D): Wiederansiedlung artenreicher Grünlandgemeinschaften – Grundlagen und Methoden
- Matthias Harnisch (Fachgruppe Umwelt Stadt Riedstadt, D): Renaturierung von Stromtalwiesen am hessischen Oberrhein
- Bettina Gräf (Biologische Station Hochsauerlandkreis, D): LIFE-Projekte Bergwiesen & Medebacher Bucht: Wiederherstellung von artenreichem Grünland und Heiden
- Xavier Janssens, Thibaut Goret (Natagora, B): LIFE Prairies bocagères, LIFE Herbages: Présentation du projet: Directives pour la restauration de prairies et pelouses maigres
- Philippe Thonon, Dr. Simone Schneider (Station biologique SICONA, L): Projet LIFE+ pour la renaturation des prairies maigres de fauche et des prairies à molinie au Luxembourg
- Nadine Reck (Universität Trier, Geobotanik, D): Entwicklung von Renaturierungsflächen mit Mahdgutübertragung im Südwesten Luxemburgs
- Mireille Molitor (natur&ëmwelt, L): Prairies, pâturages, friches: Un projet LIFE pour restaurer la mosaïque paysagère de l´Ardenne luxembourgeoise
- Dr. Andreas Bosshard (Ö+L, Büro für Ökologie und Landschaft, CH): Praktische Empfehlungen und Instrumente zur Renaturierung artenreichen Grünlandes
EXKURSIONSTAGUNG ZUM SCHUTZ DER ACKERWILDKRÄUTER
03. – 05. Juli 2014
Hier können Sie sich die Vorträge des Exkurstionstags ansehen:
- Dr. Simone Schneider Einführung in das Exkursionsgebiet
- Dr. Christian Ries Überblick über die Ackerwildkrautgesellschaften Luxemburgs
- Dr. Simone Schneider Ackerwildkrautschutz in Luxemburg – aktuelle Projekte
- Dr. Julien Piqueray Arable plant conservation in Wallonia (southern Belgium)
- Theresa Rühl Keimungseigenschaften seltener Ackerwildkrautarten
- Dr. Stefan Meyer Das Schutzackerprojekt – Fazit und Ausblick
- Jürgen Bringmann Ackerwildkraut-Förderprogramme als Herausforderung für innovative Einzellösungen
- Marion Lang Praxisempfehlungen zur Wiederansiedlung von Ackerwildkräutern
- Dr. Thomas van Elsen Praxisempfehlungen zur Wiederansiedlung von Ackerwildkräutern
Bestimmungskurse für Pflanzen und Insekten
Seit einigen Jahren führt SICONA und das Nationalmuseum für Naturgeschichte, in Kooperation mit dem „Groupe de recherche botanique“ der SNL sowie der ABIOL mit finanzieller Unterstützung des Nachhaltigkeitsministeriums Bestimmungskurse für Blütenpflanzen durch.
Im mehrteiligen Kurs werden die Grundlagen der Pflanzenbestimmung vermittelt sowie die Merkmale der häufigsten Pflanzenfamilien vorgestellt. In praktischen Übungen werden anschließend Kräuter in Kleingruppen mit einer Flora bestimmt. Der Kurs findet im Regionalen Biodiversitätszentrum des SICONA von April bis Juli statt.
Schulungen
SICONA bietet zielgruppenorientierte Schulungen zu unterschiedlichen Naturschutz-Themen an. Die Workshops richten sich an Interessierte in Naturschutz-, Landwirtschafts-, Straßenbau-, Forst-, Wasser- und anderen Fachverwaltungen, Planungsbüros, Forschungsinstitutionen, Biologischen Stationen, NGO’s, ehrenamtliche Naturkundler, (angehende) Landwirte und Gemeindemitarbeiter.
Themen, zu denen Schulungen angeboten werden, sind:
- Erhalt artenreichen Grünlandes
- Renaturierungen von Grünland
- Artenschutz im Siedlungsbereich
- Anlage von naturnahen Grünflächen im Siedlungsbereich
- und weitere.