Steinkauzschutz bei SICONA

Um die Steinkauz-Populationen in Luxemburg zu stärken hat SICONA ein spezielles Schutzprogramm entworfen.

Seit 1999 setzt sich SICONA für den Steinkauz in unserer Region ein

Um die Steinkauz-Populationen in Luxemburg zu stärken hat SICONA ein spezielles Schutzprogramm entworfen, welches unter anderem folgende Maßnahmen beinhaltet:

  • Anbringen von speziellen, Räuber-sicheren Brutkästen in Obstwiesen, Einzelbäumen und an Gebäuden
  • Öffnung von Zugängen zu geeigneten Gebäudenischen
  • Pflege und Erhalt von alten Hochstammobstbaum- und Kopfweidenbeständen
  • Neupflanzungen von Kopfweiden und Solitärbäumen

Die praktischen Maßnahmen waren dabei immer von einem wissenschaftlichen Monitoring zur Erfolgskontrolle begleitet.

Nach einer Initialerfassung des Steinkauzbestandes in einem bestimmten Gebiet wird die Entwicklung der Population weiterverfolgt, aber auch die Ausbreitung der Tiere und Abwanderungsbewegungen werden erfasst. Dazu werden die Jungvögel im späten Frühjahr in Kooperation mit der Centrale Ornitologique beringt und jährlich werden Steinkauzrufkontrollen durchgeführt, bei der die Präsenz der Tiere überprüft wird.

Die praktischen Maßnahmen werden von einem wissenschaftlichen Monitoring begleitet. Dabei werden jedes Jahr die Reviere erfasst und die Bruten beringt. Nach zwei Jahrzehnten sind so viele Daten zusammengekommen, die Informationen liefern über die Ausbreitung und die Neuansiedelung von jungen Steinkäuzen. Außerdem konnten viele Erfahrungen gesammelt werden über geeignete (mit gutem Bruterfolg) und weniger erfolgversprechende Steinkauzreviere.
Dazu gehört an erster Stelle das Anbringen von künstlichen Nistmöglichkeiten. Dabei handelt es sich um sogenannte Brutröhren, längliche zylinderförmige oder eckige Kästen mit einer speziellen Vorrichtung, die das Eindringen von Mardern und anderen Beutegreifern verhindert. Parallel dazu spielt auch die mittel- und langfristige Verbesserung der Jagdreviere eine Rolle. Im Rahmen seines Steinkauzschutzprogramms hat SICONA mehrere Hundert Brutröhren aufgehängt. Diese werden jährlich kontrolliert und gereinigt. Im Rahmen seiner Landschaft- und Biotopschutzprojekte mit den Mitgliedsgemeinden bemüht sich SICONA auch um die Verbesserung der Steinkauzreviere durch Extensivierung von Grünland, die Anlage von Brachestreifen, die Pflege von alten Obstwiesen und die Anpflanzung von Hochstammobstbäumen und Kopfweiden.

Das Steinkauzmonitoring
Steinkauzschutz in der Praxis

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