Amphibien: ein Leben zwischen Wasser und Land

Amphibien haben eine ganz besondere Lebensweise, die sich auch in ihrem Namen widerspiegelt: sie führen ein Leben zwischen Wasser und Land. Erwachsene Tiere verbringe die meiste Zeit an Land und atmen, wie wir mit Lungen. Ganz anders die ersten Lebensstadien, die Amphibienlarven. Die sind auf das Leben unter Wasser angewiesen, denn sie haben eine Kiemenatmung. Auch durch ihre dünne Amphibienhaut, die sie kaum vor Austrocknung schützen kann, sind Amphibien lebenslang an Wasser- oder Feuchtlebensräume gebunden.

Sie pendeln daher im Verlauf des Jahres zwischen ihren Laichgewässern, die sie im Frühling aufsuchen (und so die bekannten Amphibienwanderungen auslösen) und den Landlebensräumen hin und her. Dabei sind sie immer auf der Suche nach Feuchtigkeit oder schützendem Schatten. Amphibien ernähren sich hauptsächlich von Würmern, Schnecken, Insekten und anderen wirbellosen Tieren.
Amphibien sind empfindliche Bioindikatoren – Zeiger für Veränderungen in der Landschaft und im Naturhaushalt – und heute durch viele verschiedene Faktoren bedroht. Die wichtigste Rolle spielt sicher das Verschwinden von Gewässern und Feuchtgebieten. Aber auch auf Umweltgifte reagieren sie sehr empfindlich. Hinzu kommen die Verknappung der Nahrungsressourcen und ausgeräumte Landschaften, die Wanderungen erschweren. Auch der Straßenverkehr fordert viele Opfer. Zusätzlich haben sich in letzter Zeit gefährliche Pilzerkrankungen ausgebreitet, die manchen Populationen das Leben zusätzlich erschweren. So ist es kein Wunder, dass bei uns alle Amphibienarten zurückgehen und viele schon mehr oder weniger stark bedroht sind.

Amphibien sind bei uns geschützt, aber das allein reicht nicht. Die meisten Arten brauchen mehr oder weniger gezielte Biotopschutz-Maßnahmen, wenn sie langfristig eine Chance haben sollen. SICONA legt jedes Jahr zahlreiche neue Gewässer für Amphibien an und kümmert sich auch um die Restaurierung verlandeter oder verfüllter Gewässer. Darüber hinaus gibt es spezielle Artenschutzmaßnahmen für einige besonders bedrohte Arten, die wir hier vorstellen.

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