Schleiereule (Tyto alba)

Schleiereulen im Siedlungsbereich

Artenschutzplan Schleiereule im Siedlungsbereich

Eine Reihe von Wildtieren lebt seit jeher in direkter Nähe des Menschen in Dörfern und Städten. Vieles hat sich jedoch für diese Arten geändert: durch Erneuerung der Bausubstanz, Veränderung der Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe, zunehmende Bebauung der Grüngürtel der Ortschaften und starkes Verkehrsaufkommen werden die Lebensbedingungen immer schwieriger. Nur durch gezielte Schutzmaßnahmen kann vielen von ihnen noch geholfen werden.

SOS Tiere im Siedlungsbereich: Schleiereule, Schwalben, Mauersegler und Fledermäuse brauchen unsere Hilfe

Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalben, Schleiereule und verschiedene Fledermausarten leben in der Nähe des Menschen. Der Mauersegler kommt vor allem in Hohlräumen in hohen Gebäuden in Städten vor, während Schwalben und Schleiereule eher in ländlichen Räumen an Hausfassaden und in Schuppen und Ställen leben. Fledermäuse besiedeln vor allem große Dachräume, etwa von Kirchen und Schulen. All diese Arten sind von den Veränderungen betroffen, die in den letzten Jahrzehnten in unseren Dörfern und Städten stattgefunden haben. Sie alle brauchen gezielte Schutzprogramme, um langfristig überleben zu können.

Seit Jahren setzen sich die Mitgliedsgemeinden des SICONA-Ouest aktiv für den Schutz der Artenvielfalt im Siedlungsbereich ein. Ziel ist es, in den 21 Mitgliedsgemeinden mindestens 250 Bruträume für Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe, sowie für Fledermäuse langfristig zu sichern oder neu anzulegen. Für die Schleiereule sollen mindestens 2 Brutmöglichkeiten pro Ortschaft geschaffen werden.

[Bruträume SIC O]

Das Artenschutzprojekt Schleiereule

Seit dem Jahr 2009 werden in allen 21 Mitgliedsgemeinden des SICONA-Ouest systematisch Schleiereulen-Brutmöglichkeiten neu angelegt. Dabei werden zunächst geeignete Brutorte ausgewählt, etwa Scheunen und Schuppen in den Dörfern. Danach werden die Besitzer gezielt angesprochen, ob sie bereit wären einen Schleiereulen-Nistkasten und damit auch vielleicht eine Schleiereulenbrut bei sich aufzunehmen.

So wurden in den 3 letzten Jahren insgesamt 85 neue Bruträume angelegt. Insgesamt gibt es heute 92 potentielle Brutplätze in den SIOCONA-Gemeinden, da vorher schon einige Brutkästen durch die Lokalsektionen der LNVL aufgehängt worden waren.

Die Schleiereulenkästen werden möglichst einmal jährlich kontrolliert und gesäubert. Bei der Jahreskontrolle 2010 wurden 55 Brutplätze kontrolliert. Obwohl die Kästen erst seit einem Jahr installiert waren, konnten bereits in mehr als der Hälfte Spuren der Schleiereule festgestellt werden (Gewölle, Federn, Bruten oder Direktbeobachtung). An 6 Stellen wurde eine Brut gefunden.

In Zusammenarbeit mit der „Centrale ornithologique“ werden die Jungvögel jedes Jahr beringt. Dies ermöglicht es, einen Einblick in populationsbiologische Themen, wie Bruterfolg, Ausbreitung und Verluste der Art, zu erhalten.

Die Schleiereule in Garnich

In Garnich sind bis jetzt 5 Schleiereulen-Brutplätze angebracht worden, davon 2 in Dahlem und je 1 in Garnich, Kahler und Hivange. Bei der Kontrolle 2010 konnte in allen 3 kontrollierten Kästen (die anderen 2 wurden nach der Kontrolle angebracht) Spuren der Schleiereule festgestellt werden. In einer wurde eine Brut gefunden.

[Steckbrief Schleiereule]

Dank

Wir möchten wir uns herzlich bedanken:

  • bei allen Privatbesitzern, die bereit waren eine Schleiereule bei sich aufzunehmen;
  • bei der Centrale ornithologique für ihre Beteiligung am Projekt;
  • bei dem delegierten Minister für nachhaltige Entwicklung Marco SCHANK für die finanzielle Unterstützung dieses Projekts.
Der Mauersegler

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